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Galileo® Training bei ITANIS


Galileo in der Physiotherapie und Rehabilitation

In Physiotherapie und Rehabilitation wird Galileo in Kombination mit "konventionellen" Therapieformen wie beispielsweise der manuellen Therapie eingesetzt. Durch die hohe Wiederholungszahl in kurzer Zeit unterstützt Galileo den Therapeuten dabei, die Effizienz der Therapie deutlich zu steigern. So können beispielsweise vorhandene Restfunktionen bei inkomplett Querschnittsgelähmten deutlich schneller aktiviert werden als mit herkömmlichen Verfahren

Galileo im Leistungssport - Galileo® zur Regenerationsunterstützung.

Einer der wichtigsten Faktoren im Spitzensport ist die rasche Erholung zwischen Wettkämpfen oder nach intensivem Training. Zeitsparende und zugleich effektive Maßnahmen sind gefragt. Galileo regt innerhalb kürzester Zeit Stoffwechsel und Durchblutung an, wodurch Gewebe und Muskulatur besser mit Nährstoffen versorgt werden und der Stoffwechsel erhöht wird. Um- und Aufbauprozesse sowie Reparaturen in der Muskulatur werden beschleunigt. Durch Einsatz niedriger Frequenzen wird die Muskulatur gelockert und entspannt. Galileo ergänzt damit perfekt klassische Regenerationstechniken wie Massage, Sauna oder Entmüdungsbecken.

Kraft- und Leistungssteigerung mit Galileo®.

Galileo steigert Muskelkraft und -leistung sowie die Qualität der Bewegung. Im Vergleich zu konventionellem Kraft- und Leistungstraining wird Galileo Training jedoch mit viel geringeren Zusatzlasten durchgeführt. Dementsprechend sind die durch Galileo in den Körper eingeleiteten Kräfte deutlich geringer im Vergleich zu alltäglichen Bewegungen wie Gehen, Treppensteigen oder Springen. Die hohe Wiederholungsrate in extrem kurzer Zeit führt zur Verbesserung der inter- und intramuskulären Koordination. Trainingseffekte werden verstärkt, Bewegungsmuster ausgeprägt, verfeinert und stabilisiert, Bewegungen dadurch schneller und präziser. Spitzensportler, Personal Trainer und gesundheitsbewusste Sportler sind immer auf der Suche nach neuen, sicheren Methoden, um Grenzen auszuloten oder zu verschieben. Galileo bietet diese Möglichkeit. Integrieren Sie 5–10 Minuten auf Galileo als festen Bestandteil in Ihre Trainingssitzungen und Sie erzielen anhaltende Verbesserungen in Leistung, Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

Schneller Wiedereinstieg nach Pausen.

Galileo wird erfolgreich zum Wiederaufbau nach längeren - freiwilligen oder zwingenden - Pausen eingesetzt. Galileo senkt das Verletzungsrisiko durch Verbesserung des Zusammenspiels der Muskulatur und durch die Regenerationsunterstützung. Durch sie können Athleten erholter und schneller mit der nächsten Trainingseinheit beginnen.

Galileo in der Geriatrie

In der Geriatrie wird Galileo für das Training älterer, fragiler und sturzgefährdeter Patienten eingesetzt, um dem Mobilitätsverlust sowie dem daraus resultierenden Muskel- und somit indirektem Knochenabbau effektiv entgegenzuwirken. In der Pädiatrie hilft Galileo Training insbesondere bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Muskel- und Skeletterkrankungen wie z.B. Osteogenesis Imperfecta (Glasknochenkrankheit) oder Spina Bifida (offener Rücken) nach einem abgestimmten interdisziplinären Behandlungskonzept.

Galileo in der Pädiatrie

Für Kinder und Jugendliche stellt Galileo Training eine abwechslungsreiche, interessante und meist neue Therapieform dar. Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Muskel- und Skeletterkrankungen wie z.B. Osteogenesis Imperfecta (Glasknochenkrankheit) oder Spina Bifida (offener Rücken)

Verschiedene Krankheitsbilder

Gezieltes Muskeltraining auf Galileo wird erfolgreich bei der Osteoporose-Behandlung eingesetzt. Beckenbodentraining auf Galileo hilft bei Belastungs-Harninkontinenz. Rückenschmerzen werden durch Entspannung, Dehnung und Verbesserung der Koordination gelindert. Nach einem Schlaganfall verhilft Galileo Training zu einer Verbesserung von Tonuskontrolle und Koordination, zu Entspannung durch Dehnung sowie zu höherer Bewegungsgeschwindigkeit.

Galileo bei neuronalen Erkrankungen

Galileo Training wird erfolgreich bei der Behandlung von Multipler Sklerose, Parkinson,  inkompletter Paraplegie (inkomplette Querschnittlähmung) sowie bei Schlaganfall-Patienten eingesetzt. Je nach Indikation kann mit Hilfe unterschiedlicher Frequenzen ein Therapiefortschritt erreicht werden. Insbesondere die Wobbel-Funktion der neuesten Gerätegeneration wurde speziell auch für dieses Anwendungsgebiet konzipiert.

Mit Galileo™ werden Muskelkraft und Muskel-Leistung sowie Balance-Reaktionen trainiert. Über die Steigerung der Muskel-Kraft werden die zum Knochenwachstum nötigen Knochen-Verformungen ermöglicht. Galileo arbeitet als Wippe mit einer Amplitude von 0 - 5 mm bei veränderbarer Frequenz. Zur Steigerung der Muskelleistung hat sich eine Frequenz von 25 - 27 Hertz bewährt. Dies ist die Zeit, welche benötigt wird, um bei Auf- und Abbewegung jeweils einen natürlichen Dehnungs-Reflex der Muskelgruppen hervorzurufen.

Beim Trainieren mit Galileo ist der Körper bestrebt, den Kopf in der Horizontalen und den Rumpf ruhig und aufrecht zu halten. Alle Muskeln, die unseren Körper in dieser Stellung halten, müssen auf die wippende, durch Galileo aufgezwungene Bewegungsform reagieren.

Unser Muskelsystem für die aufrechte Haltung lernt nun, unter Einfluss dieser Störung das Gleichgewicht zu finden und zu erhalten. Darüber hinaus kann die Zielmotorik in die Übung mit eingebracht werden. Beispiele dafür sind Kniebeugen oder Hüftkreisen auf Galileo. In jeder einzelnen Stellung der Bewegung muss sich das posturale System (= Muskelanspannungen gegen die Schwerkraft) an die veränderte Lage adaptieren. Bei einer Frequenz von 25 Schwingungen pro Sekunde ergeben sich 1500 Muskelanspannungen pro Minute. Diese große Wiederholungszahl bewirkt den außergewöhnlich hohen Trainingseffekt auf das neuronale System.

Die reflektorisch provozierten Muskelkontraktionen erzeugen einen Zuwachs an Muskelkraft und Muskelleistung, je nach Variation der Trainingsbedingungen.

Durch die zyklisch und schnell ablaufende Stimulation verbessert sich die inter- und intramuskuläre Koordination, messbar als Kraft und Leistungszuwachs. Bereits Trainingseinheiten von zweimal wöchentlich je 2 - 3 Minuten haben messbare Erfolge erbracht.

Die Knochenstruktur folgt entsprechend dem Wolffschen Gesetz der Funktion, d.h. Wachstum und Erhalt von Schaft und Trabekeln folgen dem Verlauf der Krafttrajektorien. Knochen reagiert in einem biologisch streng determinierten Regelkreis auf die Maximalkräfte, die ihn über ca. 1500 Mikrostrain hinaus verformen. Diese Verformungskräfte entstammen der Muskulatur. Aktuelle Studien haben bewiesen, dass zwischen Querschnitt von Knochenmaterial und Muskelquerschnitt eine strenge Proportionalität besteht. Zwischenergebnisse von laufenden Studien zeigen einen positiven Effekt des Galileo -Trainings beim Knochenaufbau.

In einer anderen Kategorisierung kann die Motorik danach eingeteilt werden, ob sie mehr der Einhaltung einer Körperposition oder einer zielgerichteten Bewegung dient. Man spricht von Stützmotorik und Zielmotorik. Jede Zielmotorik setzt eine Stützmotorik voraus, um der Bewegung ein statisches Widerlager zu bieten (siehe Stand- und Spielbeinphase beim Gehen). Die Gesamtheit der Organe und Organsysteme, welche die adäquate Körperhaltung in Ruhe und Bewegung erzeugen und erhalten, werden als posturales System bezeichnet. Der Input in das posturale System erfolgt auf drei Kanälen: durch Sehen, unser Gleichgewichtsorgan und den Lage- und Bewegungsrezeptoren (Propriozeption).

Von diesen drei Komponenten ist die Propriozeption funktionell bei weitem am wichtigsten. Erst damit ist es möglich, die Lage des Körpers und seiner einzelnen Teile im Raum wahrzunehmen und in die Bewegungsplanung integrieren zu können.

Das posturale System wird von Geburt an trainiert und durch Übung ständig leistungsfähig gehalten - kein Säugling kann von Anfang an sitzen oder gar gehen. Diese Fähigkeiten müssen erst erlernt werden. Und Immobilität und Inaktivität verschlechtern die Leistungsfähigkeit des Systems innerhalb von Tagen.

Galileo verbessert die Propriozeption!

Grundlagen für das Arbeiten mit Galileo™ Trainingsgeräten

Das Training mit Galileo kann besser verstanden werden, wenn einige Grundlagen der Motorik erläutert werden. Unser bewusstes Planen und Denken ist in unterschiedlichem Umfang in die Motorik eingebunden. Im Spannungsfeld zwischen unwillkürlichen Reflexen und bewussten Handlungen können drei Ebenen der Motorik unterschieden werden:

1. Ebene - Reflexe

Die einfachste Stufe der Motorik sind Reflexe. Als Reflex bezeichnet man eine unwillkürliche, stets in gleicher Weise ablaufende Antwort der Muskulatur auf einen Reiz. Über Rezeptoren in den Muskeln, Gelenkkapseln, Sehnen und Bändern werden bereits auf Rückenmarksebene zweckgerichtete muskuläre Antworten des Körpers generiert. Höhere Funktionskreise integrieren die Rückenmarksreflexe in komplexere Bewegungen. Wird ein Muskel innerhalb einer kurzen Zeit gedehnt, reagiert er darauf mit einer reflektorischen Anspannung und Verkürzung. Galileo trainiert Muskulatur reflektorisch!

2. Ebene - automatische Bewegungsabläufe

Der nächst höheren Ebene sind Bewegungen zuzuordnen, die ebenfalls automatisch, ohne unsere bewusste Zuwendung ablaufen. In diese Kategorie fallen rhythmische Bewegungsmuster wie z.B. das Gehen. Rhythmische Bewegungsabläufe lassen sich nicht mehr durch reine Reflexorganisation erklären, sie verlangen ein neuronal gespeichertes, abrufbares Bewegungsprogramm. Es werden Merkmale von Willkürhandlungen und unwillkürlichen Handlungen vereint. Hierbei sind Initiierung, Variation und Beendigung der Bewegung bewusst gewollt, also willkürlich, dazwischen jedoch läuft ein Automatismus ab. Rhythmische, automatisierte Bewegungsabläufe sind erlernt und können bei veränderten Bedingungen durch Übung modifiziert werden. So verändert sich das in der Kindheit erlernte Bewegungsmuster des Gehens, wenn durch Wachstum, Unfall, Krankheit oder Altern veränderte biomechanische Bedingungen eintreten.

3. Ebene - Willkürbewegungen

Die dritte Stufe in der Hierarchie der Motorik sind Willkürbewegungen mit dem höchsten Grad an Komplexität und bewusster Kontrolle. Sie entspringen Entscheidungen und Plänen. Durch ihre Kopplung an die Wahrnehmung wird die Anpassung der willkürlichen Bewegung an unsere Umgebung ermöglicht. Die Willkürbewegungen sind zielgerichtet, erlernt und können durch Übung verbessert werden. Sie bieten die größte Variabilität und sind fast unbegrenzt an Umgebungsbedingungen zu adaptieren.